Vereinsschießen darf kein Luxussport werden

Modder: SPD gegen Sondersteuer für Sportschützen und Jäger

Bunde/Hannover. In der Bremer Bürgerschaft wird derzeit über die Einführung einer Steuer auf Waffen von Hobby-Schützen diskutiert.

„Die SPD in Niedersachsen lehnt die Einführung einer solchen Waffensteuer ab, weil sie hautsächlich Sportschützen und Jäger“ treffen würde, so die Landtagabgeordnete und stellvertretende Vorsitzende der SPD Niedersachsen Johanne Modder. ,,Gerade dieser Personenkreis ist aber für einen besonders verantwortungsbewussten Umgang mit Waffen geschult. Eine Sondersteuer müsste den betroffenen Schützenvereinen wie eine Bestrafung vorkommen und wäre daher ein falsches Signal“, so Modder weiter. Das Gleiche gelte für die wichtige Arbeit von Jägern in Niedersachsen. Die bestehenden Waffengesetze in Deutschland sind inzwischen streng genug und der Waffenbesitz an hohe Auflagen geknüpft. Außerdem ist das Sportschießen eine olympische Disziplin und übernimmt eine wichtige Funktion im Breitensport. Viele Mitglieder in den Schützenvereinen würde eine solche Steuer möglicherweise zur Aufgabe ihres Hobbys zwingen und die Vereine selbst wären ebenfalls nicht in der Lage, die finanzielle Belastung durch eine solche Steuer zu tragen. ,,Das wollen wir nicht, der Schießsport in Vereinen darf nicht zum exklusiven Luxussport werden“, so Johanne Modder.

Die SPD-Landtagsabgeordnete erinnert auch daran, dass eine solche Steuer nur auf kommunaler Ebene beschlossen werden könnte. „Mir ist aber keine Kommune in Niedersachsen bekannt, in der die SPD die Einführung einer solchen Steuer fordert. Für die SPD Niedersachsen unterstreiche ich daher ausdrücklich, dass wir die Einführung einer solchen Steuer weder fordern noch für sinnvoll halten“, so die Landtagsabgeordnete und stellvertretende Landesvorsitzende der SPD Niedersachsen abschließend.