Johanne Modder und Wiard Siebels zu Gast im Europahaus Aurich

Die beiden SPD-Landtagsabgeordneten Johanne Modder und Wiard Siebels waren gemeinsam zu Gast im Europahaus Aurich, um mit dem neuen Leiter der Einrichtung über die aktuelle Entwicklung des Europahauses zu sprechen. Hauptthema des Besuchs war die derzeitige finanzielle Lage des Hauses.

Beenhard Oldigs, Leiter Europahaus, Wiard Siebels, Walter Theuerkauf, Johanne Modder und Kalle Puls-Janssen

Derzeit finanziert sich das Europahaus aus Zuschüssen des Landes Niedersachsen, durch Projektförderung und durch Teilnehmerbeiträge. Problematisch sei, so der neue Leiter des Hauses Beenhard Oldigs und Studienleiter Puls-Janssen, dass die Zuschüsse seitens des Landes Niedersachsen seit Jahren eingefroren sind.
Steigende Energie- und Lebensmittelpreise müssten kompensiert werden und dafür bräuchte die Einrichtung mindestens 100.000 Euro mehr Zuschuss vom Land, so Oldigs und Janssen.

Als sehr problematisch bezeichneten die Teilnehmer des Gesprächs die Planungssicherheit, da die Zuschüsse immer nur Jahr für Jahr zugesagt würden. Auch die Projektförderung trage nicht dazu bei, Planungssicherheit bei der Finanzierung des Hauses zu haben. Hier sehen die beiden Abgeordneten Handlungsbedarf. Die zunehmende Verwaltungstätigkeit bei der Beantragung bzw. Bewilligung von Anträgen habe dazu beigetragen, dass auf beiden Seiten ein riesiger Verwaltungsapparat entstanden sei. Die beiden Abgeordneten regten deshalb an, wenigstens einen Teil der Fördermittel pauschal zur Verfügung zu stellen. Es sei zwar richtig, die Projekte genau zu prüfen, damit dort mit dem Geld der Steuerzahler vernünftig umgegangen werde, aber wenn die Verwaltungskosten bzw. Verwaltungsarbeit damit auf beiden Seiten unnötig vergrößert werde, sei das nicht im Sinne des Erfinders, stellten Siebels und Modder fest. Sie zeigten sich beeindruckt von der Arbeit der Einrichtung und bezeichneten das Europahaus als wichtige Einrichtung für die Region, da hier nicht nur Bildungsarbeit angeboten werde, sondern auch viel für die Europäische Sache getan werde. Oldigs und die Abgeordneten Modder und Siebels vereinbarten regelmäßig in Kontakt zu bleiben.