Modder/ Laaken (SPD): „SPD will echte Ganztagsgrundschulen im ganzen Land –

Leer. Zur Presseerklärung des CDU-Generalsekretärs Ulf Thiele vom 07. Juni nehmen die SPD-Landtagsabgeordneten Johanne Modder und der SPD-Landtagskandidat Sascha Laaken Stellung: "Das langfristige Ziel einer sozialdemokratischen Landesregierung wird der Ausbau aller Schulen zu echten Ganztagsschulen sein. Dies betrifft insbesondere die Grundschulen in Niedersachsen. Unsere Kinder brauchen bestmögliche Bildungsangebote - und das im ganzen Land.

Um dieses Ziel zu erreichen, wird die SPD mit einem Stufenplan den Ausbau zu echten gebundenen Ganztagsgrundschulen fördern. Das bedeutet, Grundschulen mit einem pädagogischen Nachmittagsangebot für alle Kinder vorhalten zu können, und zwar sowohl auf dem Land als auch in den Städten. Und hier genau liegt der Unterschied zwischen uns und der CDU, die es weiterhin mit dem "Light-Modell" versucht. Die Eltern haben ein sehr gutes Gespür dafür, ob es um "Fordern und Fördern" geht oder ob nur Betreuungsangebote in die Schulen geholt werden", so die SPD-Politiker.

Völlig klar ist aber: die Ausgestaltung des örtlichen Schulangebotes ist und bleibt in der Verantwortung der kommunalen Schulträger. Wir unterstützen deshalb nachdrücklich die Anstrengungen des Landkreises Leer im Grundschulbereich stärker Ganztagsangebote anzubieten, weil wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf als eine der wichtigsten gesellschaftlichen Herausforderung halten.

Der Handlungsbedarf ist groß. Von den 1500 Ganztagsschulen in Niedersachsen verfügen nur ganze 400 über eine Ausstattung mit Lehrkräften, wie sie sein sollte. 1100 Ganztagsschulen müssen sich ohne zusätzliche Mittel und mit Hilfskräften durchs Jahr hangeln. Das ist von CDU/FDP so gewollt und geplant. Es ist schon einmalig in der Geschichte Niedersachsens, dass eine Landesregierung über Jahre hinweg geltendes Recht bricht, nur um auf diese 1100 Schultore das Etikett Ganztagsschule kleben zu können. Inzwischen prüfen Staatsanwaltschaft und Zoll tausende von Arbeitsverträgen außerschulischer Fachkräfte daraufhin, ob Schwarzarbeit vorliegt.

"Es ist schon bemerkenswert, dass Herr Thiele jetzt mit Wahlkampfgetöse versucht vom eigenen Versagen abzulenken. Wir lassen das nicht durchgehen und werden besonders im Bildungsbereich auf die Defizite und Versagen dieser Landesregierung hinweisen", so die beiden SPD-Politiker abschließend