Kunstpreis der SPD-Fraktion an Hans Karl verliehen

Die SPD-Landtagsfraktion hat am Dienstag den Kunstpreis 2013 an den Maler, Zeichner und Grafiker Hans Karl aus Hannover verliehen. Seit 1988 vergibt die SPD-Landtagsfraktion den mit 5500 Euro dotierten Preis an hochkarätige Künstlerinnen und Künstler aus Niedersachsen.

Hans Karl und Johanne Modder

 Hans Karl wurde 1935 in Steinau (Schlesien) geboren, kam aber schon früh nach Hannover, wo seine Arbeiten seit 1960 fester Bestandteil der Kunstszene sind. Kennzeichnend für sein Werk sind bewusst stereotyp und naiv gestaltete Männchen und Weibchen mit ausgestreckten Händen vor dem Hintergrund abstrakter farbiger Motive.

In Anwesenheit von ca. 250 Gästen aus Politik, Gesellschaft und Kunstszene nahm Hans Karl den Preis in den Räumen des Kunstvereins Hannover entgegen. Auch die Stifter des Preises, Altbundeskanzler Gerhard Schröder und Reinhard Scheibe, waren bei der feierlichen Preisverleihung gern gesehene Gäste.

In ihrer Rede betonte die Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, Johanne Modder, die Bedeutung von Kunst und Kultur für die Sozialdemokratie und hob hervor, dass die Arbeiterbewegung auch immer den Anspruch hatte, eine Kulturbewegung zu sein. An Hans Karl fasziniere sie in besonderem Maße sein „Doppelleben“, das er als Künstler und als Kunstlehrer geführt habe. Die Fragestellungen des Preisträgers Hans Karl seien ursozialdemokratische Fragen: „Wie wollen wir erfüllt leben und arbeiten? Wie organisieren Individuum, Gesellschaft, Staat und Arbeitgeber das Miteinander?“

Die Laudatio hielt Lienhard von Monkiewitsch, selbst Kunstpreisträger des Jahres 1997 und von 1980 bis 2006 Professor für Malerei an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig. Er zeigte sich „beeindruckt von dieser außergewöhnlichen Leistung, neben der leidenschaftlichen und gewissenhaften Erfüllung seines pädagogischen Auftrages ein solch überzeugendes Werk über Jahrzehnte geschaffen zu haben.“