Modder und Andretta: Empfehlung zur Umbenennung des Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platzes richtige Konsequenz

Die SPD-Fraktionsvorsitzende Johanne Modder begrüßt die Empfehlung des Beirats der Stadt Hannover zur Umbenennung des Hinrich-Wilhelm-Kopf-Platzes: „Diese Empfehlung ist die richtige Konsequenz aus der Debatte, die seit Juni 2013 in der Landeshauptstadt und in Niedersachsen geführt wird.“

Johanne Modder

Modder macht deutlich: Die Erkenntnisse, die uns heute zum Wirken Hinrich Wilhelm Kopfs während des Zweiten Weltkrieges vorliegen, sind Anlass, die Vorbildfunktion Kopfs nicht nur kritisch und fundiert zu hinterfragen, sondern in der Folge auch konsequent im Sinne einer Umbenennung des Platzes zu handeln.“

Die Vizepräsidentin des Niedersächsischen Landtages, die SPD-Landtagsabgeordnete Dr. Gabriele Andretta, betont, dass die langwierige und ausführliche Diskussion über den Namen des Platzes vor dem Landtag wichtig war, um zu einer Empfehlung zu kommen. „Die SPD-Fraktion hat sich in diesen Prozess eingebracht, und mit Experten und Zeitzeugen im Januar dieses Jahres intensiv diskutiert.“

Dr. Andretta erklärt: „Nach heutigem Kenntnisstand, den wir vor allem der Dissertation von Teresa Nentwig zu verdanken haben, kann davon ausgegangen werden, dass Hinrich Wilhelm Kopf in die Kategorie derer gehört, die Nutznießer des nationalsozialistischen Unrechtsregimes waren und er somit als belastet eingestuft werden kann.“

„Es war und ist schwer vorstellbar, dass in so einem Fall der Platz am Parlament nach dem 1. Ministerpräsidenten des Landes Niedersachsen benannt bleiben kann. Das schmälert die Verdienste Kopfs als Ministerpräsident nicht, ordnet aber das gesamte Leben und Wirken Kopfs folgerichtig in einen Gesamtkontext ein“, sagt Dr. Gabriele Andretta.