Modder: Fachhochschulentwicklungsprogramm wichtiger Beitrag für Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Niedersachsen

140 zusätzliche Studienanfängerplätze am Standort Emden/Leer

Johanne Modder

Johanne Modder, Landtagsabgeordnete aus Bunde, hat das von Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajić vorgestellte Fachhochschulentwicklungsprogramm als einen wichtigen Schritt zur Stärkung der Fachhochschulen in Niedersachsen bezeichnet. Das Programm sei bedeutend für den Wissenschaftsstandort Niedersachsen: Es ermögliche, vorhandenes Bildungspotential auszuschöpfen und die Ausbildung von Fachkräften zu sichern.
Aber auch für die niedersächsische Wirtschaft sei das Programm ein Gewinn. „Die Nähe der Fachhochschulen zu den Unternehmen ermöglicht einen hervorragenden Technologie- und Wissenstransfer zwischen der Wissenschaft und den Firmen“, so Modder. Davon profitierten vor allem kleine und mittelständische Unternehmen, da die Fachhochschulen die Fachkräfte bedarfsgerecht ausbilden können. „Fachhochschulen stärken die verschiedenen Regionen Niedersachsens, weil wir damit die Menschen vor Ort gut ausbilden und nicht nur auf die großen Universitätsstädte setzen“, sagte Modder.

Mit dem Fachhochschulentwicklungsprogramm stellt Niedersachsen bis 2020 mehr als 480 Millionen Euro bereit. Das Land stockt den Haushalt der sechs niedersächsischen staatlichen Fachhochschulen dauerhaft um jährlich 64 Millionen Euro auf, um damit reguläre Studienanfängerplätze zu finanzieren. „Die Haushaltsmittel, die den Fachhochschulen dauerhaft zur Verfügung stehen, wachsen um 25 Prozent", 44 Millionen Euro davon setzt das Land ein, um die Budgets der Fachhochschulen direkt auszuweiten. Dies entspricht rund 2400 Studienanfängerplätzen. Für den Standort Emden/Leer sind dies 2,8 Millionen Euro bzw. 140 zusätzliche Studienanfängerplätze.

Das Programm fuße auf langjährigen Forderungen der SPD nach einer Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung. „Die Fachhochschulen sind die Brückenbauer zwischen der beruflichen und akademischen Bildung, da ein großer Teil der Studierenden vorher eine berufliche Ausbildung absolviert hat“, sagte Modder. „Die Fachhochschulen ermöglichen somit einen sozialen Aufstieg.“
,,Die Stärkung der Fachhochschulen führt insgesamt zu einer Öffnung der Hochschulen – ein weiteres Ziel der rot-grünen Landesregierung,“ so Modder abschließend.