Mehr Zeit für Schulische Inklusion

Förderklassen mit Förderschwerpunkt Sprache in Langholt und an der Hoheellernschule bleiben erhalten

Johanne Modder, Landtagsabgeordnete: ,,Schulische Inklusion bleibt eine große gesamtgesellschaftliche Aufgabe"

Die Rot-Grüne Regierungskoalition und die  Landesregierung geben der Schulischen Inklusion mehr Zeit: „Die Förderschulen Sprache bleiben in Niedersachsen erhalten“, teilt die SPD-Landtagsabgeordnete Johanne Modder aus Bunde mit. Das gilt auch für die Förderklassen mit dem Förderschwerpunkt Sprache an den Grundschulen. Im Landkreis Leer gibt es diese an der Hoheellernschule und an der Grundschule in Langholt/Rhauderfehn.

Das Bildungschancengesetz, das im Februar 2015 in den Landtag eingebracht und im Juni von der Koalition beschlossen werden soll, werde in diesem Punkt angepasst, erklärt Modder.

Modder hält somit Wort. Sie hatte bei einer Veranstaltung des Gemeindelternrats in Rhauderfehn zu dem Thema bereits Anfang Januar Rede und Antwort gestanden und auch bereits im Mai 2014 sich dort ganz deutlich für den Erhalt der Sprachheilklassen  ausgesprochen.

„Diese Entscheidung unserer Kultusministerin Frauke Heiligenstadt ist richtig und verdient Respekt. Der Dialogprozess zum Bildungschancengesetz hat ergeben, dass Eltern und Pädagogen den Erhalt der Förderschulen Sprache, der Förderklassen mit dem Förderschwerpunkt Sprache an Grundschulen wünschen. Wenn Inklusion mehr Zeit braucht, dann wollen wir uns für diese große Aufgabe im Sinne der SchülerInnen auch mehr Zeit nehmen“, betont Johanne Modder.

Darüber hinaus behalten Förderschulen die Aufgaben von sonderpädagogischen Förderzentren. Für die geplanten neuen Regionalstellen für Schulische Inklusion (ReSchl) wird auf Wunsch Beteiligter aus dem Dialogprozess mehr Zeit für die Weiterentwicklung der Konzepte im Detail eingeräumt.

Johanne Modder betont: „Die Schulische Inklusion eignet sich nicht für Parteipolemik auf dem Rücken der SchülerInnen mit besonderem Unterstützungsbedarf. Das haben die CDU-Landtagsabgeordneten und auch Ulf Thiele im Kreis Leer leider in den vergangenen Monaten versucht. Das hat für Verunsicherung gesorgt. Ich stehe für Information und sachliche Auseinandersetzung. Für uns SozialdemokratInnen bleibt die Schulische Inklusion eine große gesamtgesellschaftliche Aufgabe,“ so Modder abschließend.