Stellungnahme der IHK zum Masterplan Ems 2050

Die Industrie- und Handelskammer (IHK) für Ostfriesland und Papenburg unterstützt die Ziele des vorgelegten Masterplans Ems. Die Verabschiedung des Plans ist nach Auffassung der IHK erforderlich, da ohne den Masterplan die Perspektiven für die wirtschaftliche Entwicklung an der Ems eher schlechter als besser werden.

Die IHK zeigt sich erfreut, dass sich auch die Umweltverbände im Masterplan nicht nur zum Erhalt der Ems als „leistungsfähige Bundeswasserstraße“ bekannt hätten, sondern auch zur „Sicherung der wirtschaftlichen Entwicklung der Region“ sowie zur „Zugänglichkeit der Häfen“. Die IHK-Vollversammlung hat mit ihrer von den Gebietskörperschaften mitgetragenen Resolution zur Maritimen Wirtschaft vom Dezember auf die Beachtung dieser Punkte gedrungen.

Die politische Bedeutung des Masterplans ist sehr hoch. Ein Scheitern könnte unsere Region politisch und in der Konsequenz  auch wirtschaftlich schwer beschädigen. Bei allem Verständnis für Sorgen über formale Unzulänglichkeiten und inhaltliche Unschärfen muss aber allen Verantwortlichen in der Region die Tragweite einer Ablehnung des Masterplans bewusst sein. Von der Bundeswasserstraße Ems hängen neben dem Werftstandort Papenburg auch zahlreiche Arbeitsplätze in der Hafenwirtschaft in Emden, Leer und Papenburg sowie in der Binnenschifffahrt ab.

Gleichzeitig fordert die IHK eine Fortsetzung des Verfahrens zur Außenemsvertiefung. Die Vertiefung der Außenems ist für den Fortbestand und die Entwicklung insbesondere des Emder Hafens von existenzieller Bedeutung. Die größeren Schiffe beim Automobilumschlag und bei den Forstprodukten benötigen eine Fahrrinne, die an einigen Stellen um einen Meter vertieft werden muss. Nach Inkrafttreten des Masterplans müssen hier die nächsten Schritte erfolgen.

Diese Pressemitteilung lag der Vollversammlung vor und wurde im Stimmenverhältnis 24 Ja-Stimmen, sechs Nein-Stimmen und drei Enthaltungen freigegeben.