Modder: Die Befreiung des KZ Bergen-Belsen mahnt bis heute an Schuld und Verantwortung

„Der 15. April 1945 war ein Tag der Befreiung für die Überlebenden, aber auch ein Tag, der die furchtbaren Verbrechen der nationalsozialistischen Barbarei den Menschen in Deutschland und der ganzen Welt vor Augen geführt hat: Wir müssen für diese Befreiung dankbar sein. Wir müssen die Erinnerung an den Terror und das Morden von Deutschen an Unschuldigen für immer wachhalten“, erklärt Johanne Modder, Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion zum 70. Jahrestag der Einnahme des Konzentrationslagers Bergen-Belsen durch Truppen des Vereinigten Königreiches.

Johanne Modder

Ausgemergelte Häftlinge, Leichenberge: Das war der Einblick, den die ersten britischen Soldaten vor Augen hatten, als sie das Lager Bergen-Belsen erreichten. „Dass Menschen zu solchen Verbrechen fähig sind, war und ist in dieser schrecklichen Dimension einmalig in der europäischen Geschichte“, erklärt die SPD-Fraktionsvorsitzende. „Niemand darf auch heute diese Verbrechen leugnen oder verharmlosen.“

„Deshalb“, so Johanne Modder, „ist es unsere Verantwortung und unsere Pflicht, an diese Taten auch weiterhin zu erinnern, das Gedenken an die uns nachfolgenden Generationen weiterzugeben und heute so zu handeln, dass nie wieder radikale und menschenverachtende Politik möglich wird in unserem Land.“

„Mein Mitgefühl gilt den 50 000 Menschen, die in Bergen-Belsen ermordet wurden. Ihr Tod ist uns immerwährende Erinnerung an Schuld und Verantwortung, die Deutsche für diese Verbrechen gegen die Menschlichkeit tragen“, erklärt die SPD-Fraktionsvorsitzende.