Die Ankündigung etlicher Bauern im Rheiderland, dem fristgerechten Abflug der nordischen Gastvögel in ihre angestammten Brutgebiete nachzuhelfen, hat besonders bei den Umweltverbänden für viel Aufregung gesorgt.

Foto: Rudolf Bleeker

Auf Einladung des Landrates traf sich am Dienstagmittag nach der Kabinettsitzung in Leer eine Abordnung der besonders von Gänseschäden betroffenen Landwirte, u. a. mit dem Zweigvereinsvorsitzenden Klaus Borde, aus dem zentralen Rheiderland, mit der Umwelt-Staatssekretärin Almuth Kottwitz, der SPD-Fraktionsvorsitzenden  Johanne Modder und Matthias Groote, dem umweltpolitischen Sprecher der SPD-Fraktion im Europaparlament. Landrat Bramlage betonte bei seiner Begrüßung das Verständnis des Landkreises und stellte mit Unterstützung der Kreisrätin Jenny Daun und dem Sachbereichsleiter Naturschutz Thomas Imsande seine Rechtsauffassung zu den geplanten Aktionen dar.

Auch die Staatssekretärin zeigte zunächst die vertraglichen und gesetzlichen Grenzen der möglichen Maßnahmen auf, stellte aber in Aussicht,  die anstehenden Erhebungen zum Rastspitzenmanagement soweit möglich zu beschleunigen. Die Landwirte machten nachdrücklich klar, dass für sie das Maß des Erträglichen längst überschritten ist und weitere Verzögerungen durch jahrelange Erhebungen und  Erfassungen nicht mehr hingenommen werden, zumal mittlerweile ausreichend Datenmaterial vorliegen sollte. Alle Beteiligten waren sich am Ende einig darin, schnellstmöglich die vorhandenen Daten zusammenzutragen, um diesen Prozess zu verkürzen und bei der EU-Kommission darauf hin zu arbeiten, endlich mit Maßnahmen zum Gänsemanagement beginnen zu können.