Modder erfreut über Einrichtung der „Landeszentrale für politische Bildung 2.0“

Zwölf Jahre nach der Schließung durch die damalige CDU/FDP-Regierung wird eine neue Landeszentrale für politische Bildung eingerichtet. Das hat der Niedersächsische Landtag am Donnerstag mit den Stimmen aller Fraktionen beschlossen. "Die vier Fraktionen im Landtag haben heute ein wichtiges Zeichen für die Demokratie gesetzt.

Die Landesregierung freut sich über die Einrichtung einer neuen Landeszentrale für politische Bildung.

Zwölf Jahre nach der Schließung durch die damalige CDU/FDP-Regierung wird eine neue Landeszentrale für politische Bildung eingerichtet. Das hat der Niedersächsische Landtag am Donnerstag mit den Stimmen aller Fraktionen beschlossen. "Die vier Fraktionen im Landtag haben heute ein wichtiges Zeichen für die Demokratie gesetzt. Politische Bildung ist einer der Schlüssel zur Partizipation in unserer Gesellschaft", erklärte die Vorsitzende der SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag, Johanne Modder (Bunde). Dass man sich mit der Opposition auf einen gemeinsamen Antrag geeinigt habe, sei ein gutes Signal für den Start der neuen Landeszentrale.

Aktuelle Herausforderungen wie Salafismus, Rechtsextremismus sowie Straftaten gegen Flüchtlinge zeigten die Notwendigkeit für eine Einrichtung, die über politische Prozesse angemessen informiert und aufklärt, meint die SPD-Fraktionsvorsitzende. In den vergangenen Jahren – ohne Landeszentrale – wurde die politische Bildungsarbeit in Niedersachsen dezentral von staatlichen und freien Trägern wie Schulen, Gedenkstätten, Kirchen, Gewerkschaften, Stiftungen oder Volkshochschulen geleistet.

Die neue Einrichtung soll nun eine landesweite und überparteiliche Koordinierung bieten: "Die Landeszentrale soll die Menschen für demokratische Prozesse begeistern, ihnen Wege der politischen Partizipation eröffnen und sie zur Teilhabe an einem gesellschaftlichen Diskurs über akute politische Herausforderungen befähigen und ermutigen, umreißt Johanne Modder die Kernaufgaben der neuen Einrichtung. 

Ganz besonders wichtig ist es der Sozialdemokratin auch, dass die neue Landeszentrale sich auf die Gegebenheiten im digitalen Zeitalter einstellt. "Politische Bildung muss sich als eine Plattform für den Austausch über anstehende Transformationen verstehen und gewiss auch das Web 2.0 und die sozialen Medien als Werkzeug nutzen", so Modder.