Land gibt Hilfestellung für Umsetzung der Inklusiven Schule im Landkreis Leer – Planungsgruppe bereitet Aufbau eines Beratungs- und Unterstützungszentrums vor

„Inklusion ist ein Menschenrecht und ihre Umsetzung kann und darf mit einer von der CDU Niedersachsen geforderten Verschnaufpause nicht auf die lange Bank geschoben werden. Dennoch wissen wir, dass wir vor einer Herkulesaufgabe stehen, bei der das Land allen Beteiligten die benötigte Hilfestellung geben muss“, erklärt die SPD-Landtagsabgeordnete Hanne Modder.

Deshalb hatte die rot-grüne Landesregierung im vergangenen August als ein Unterstützungsangebot für Schulen und die kommunalen Träger die ersten Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren Inklusive Schule (RZI) ins Leben gerufen. Ab kommender Woche bereiten Planungsgruppen die Einrichtung weiterer Beratungs- und Unterstützungszentren in 28 weiteren Landkreisen und kreisfreien Städten vor, auch im Landkreis Leer. „Wenn die Planungen abgeschlossen sind, soll das Beratungs- und Unterstützungszentrum für den Landkreis Leer zum 1. August 2018 die Arbeit aufnehmen. Das RZI wird dann eine Unterstützungsstelle, von der aus im ständigen Austausch Schulen und Schulträger bei der Umsetzung der Inklusiven Schule beraten werden“, so Modder weiter.

Das Kultusministerium hat bereits im August die ersten elf RZI in Niedersachsen eingerichtet: „RZI sind ein wichtiges Instrument zur erfolgreichen Umsetzung der Inklusiven Schule in Niedersachsen: Mit Beginn dieser Wahlperiode haben die Landesregierung und die rot-grüne Regierungskoalition erhebliche Fortschritte dabei gemacht, die UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen und damit möglichst vielen Schülerinnen und Schüler mit Beeinträchtigungen das gemeinsame Lernen mit ihren Freunden und Nachbarn zu ermöglichen“, betont die Politikerin aus Bunde.

Modder weiter: „Inklusive Schule ist auch Integration und Teilhabe. In Niedersachsen ist die inklusive Schule längst Alltag. Rund 23.000 von 37.000 SchülerInnen mit Förderbedarf werden heute in Niedersachsen in der Inklusiven Schule unterrichtet. Das ist eine Inklusionsquote von über 61 Prozent.

Damit steht der Rahmen. Mit den Regionalen Beratungs- und Unterstützungszentren, wie dem geplanten in unserem Landkreis, soll ein landesweites Inklusionsnetzwerk geknüpft werden, über das sich Schulträger und Schulen austauschen können.“ Das sei ein wichtiger Schritt um die konkrete Umsetzung der Inklusion im Lern- und Schulalltag für alle Beteiligten durch Unterstützung der Schulen und ihrer Träger auch mit Leben zu füllen und damit den oftmals noch bestehenden Unsicherheiten bestmögliche Abhilfe zu schaffen, betont die SPD-Politikerin.

„Wir wollen Inklusion mit Augenmaß, wo es Probleme gibt, wollen wir sie lösen. Wo zusätzliche Stellen fehlen, werden wir sie schaffen und besetzen, wie aktuell für 650 unterstützende Kräfte, helfende Hände, die gemeinsam mit FörderschullehrerInnen multiprofessionelle Teams bilden, um die Inklusion in Regelschulen weiter zu verbessern“, sagt Modder.

„Inklusion ist ein Menschenrecht. Im Gegensatz zur CDU wollen wir Sozialdemokraten Inklusion nicht aussetzen, sondern mit Augenmaß und großer Unterstützung aller Beteiligten durch die Landesregierung erfolgreich zum Wohle vieler in Niedersachsen umsetzen“, so Modder abschließend.