Orgeln als Weltkulturerbe: Aufwertung für ganz Ostfriesland

Orgelbaumeister Hendrik Ahrend auf der "Baustelle" der Orgel der Großen Kirche in Leer. Bild: Schröder

Ostfriesland – Als Anerkennung und Aufwertung für die ganze Region Ostfriesland bezeichnet die SPD-Landtagsabgeordnete Johanne Modder (Bunde)  die Entscheidung der Weltkulturorganisation Unesco, die Orgeln und die Kunst des Orgelbaus als Weltkulturerbe offiziell anzuerkennen. „Das macht deutlich, welch einzigartigen Schatz wir mit den zahlreichen historischen Orgeln besitzen“, sagt Modder. Zudem sei das eine Anerkennung, für die Menschen, die das Handwerk des Orgelbaus bewahrt und weiterentwickelt haben. Und natürlich auch für diejenigen, die sich mit Mut und Risiko um die Restaurierung der alten Orgeln und die Bewahrung der Orgelkultur durch Konzerte, Veranstaltungsreihen und den Aufbau des Organeums in Weener gekümmert und verdient gemacht haben. „Zu dieser Erfolgsgeschichte haben zahlreiche Spender in und außerhalb der Kirchengemeinden beigetragen“ sagte Modder. Millionen Euro seien auch mit Hilfe von Europäischer Union, Bund und Land in den vergangenen Jahren für die Erhaltung und Weiterentwicklung der ostfriesischen Orgeln ausgegeben worden. Zahlreiche hochkarätige Musiker wie Landesmusikdirektor Winfried Dahlke oder der Begründer des Organeums in Weener, Prof. Harald Vogel, hätten ein wachsendes Publikum für die Orgelmusik gewinnen können. „Mit rund 90 bedeutenden Orgeln, darunter einige Instrumente des Orgelmeisters Arp Schnitger,  und der Werkstatt von Orgelbaumeister Jürgen Ahrend und seinem Sohn und Nachfolger Hendrik in Leer ist Ostfriesland ein Zentrum des Orgelbaus in der Welt“, sagt Modder. Sie erwartet einen weiteren Aufschwung der Orgelmusik und hofft, dass die Auszeichnung durch die Unesco dem Tourismus einen weiteren Schub verleiht. Modder: „Neben dem Weltnaturerbe Wattenmeer ist das Weltkulturerbe Orgeln ein weiteres Merkmal, das Ostfriesland einzigartig macht. Darauf darf man auch mal stolz sein. Und damit darf man auch gerne für Ostfriesland werben.“