„Die Borkumer haben Weitblick“

Gruppenbild mit Dame (von links): Frank Pahl, Volker Hosemann (beide Stadt Borkum), Bürgermeister Georg Lübben, SPD-Fraktionschef Jürgen Müller, Hanne Modder, Jörg Kaja (SPD Borkum), Gran Sell (Geschäftsführer Nordseeheilbad Borkum), Hendrik Maisch und Markus Stanggassinger (beide SPD Borkum). Bild: Schröder

Borkum – Hanne Modder unterstützt die ehrgeizigen Pläne der Stadt Borkum für die Zukunft der Insel: „Das ist in sich stimmig und gibt der Insel eine Perspektive weit über die nächsten Jahre hinaus. Ich freue mich, dass die Insulaner diesen Weitblick haben“, sagte Modder bei einem Gespräch, in dem Bürgermeister Georg Lübben und seine Mitarbeiter der Abgeordneten die Pläne für das so genannte integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) vorstellten – dahinter verbirgt sich nichts anderes als eine Weiterentwicklung von Borkum, der die Insel mit Investitionen in Höhe von insgesamt 21 Millionen Euro „zukunftssicher“ machen soll.

Organisiert hatte den Besuch die örtliche SPD mit dem Ortsvereinsvorsitzenden Hendrik Maisch, seinem Stellvertreter Jörg Kaja, Vorstandsmitglied Markus Stanggassinger und Fraktionssprecher Jürgen Müller.

Der Rat der Stadt Borkum hat das Konzept bereits beschlossen, die Förderanträge sind eingereicht. Die Insel soll ökologisch, kulturell und touristisch grundlegend aufgewertet werden. Ziele sind unter anderem, die Insel „zu einem naturnahen Sehnsuchtsort“ zu machen, den bislang isolierten Ortsteil Reede zu entwickeln, mehr Wohnraum zu schaffen und den Inselcharakter stärker herauszustellen. Zudem soll Borkum „klimaneutral und emissionsfrei werden“. Diese Ziele entsprechen dem „Leitbild Borkum 2030“.

Das ISEK war nicht das einzige Thema beim Gespräch mit der Abgeordneten. Bürgermeister Lübben bat um Unterstützung bei der nächsten Runde der Dorferneuerung, sprach die Außenemsvertiefung und geplante Gasbohrungen vor der Insel an und kritisierte die Verklappung von Baggergut in der Ems. „Wir arbeiten daran, dass das Baggergut an Land gebracht wird“, sagte Modder.

Modder besuchte zudem den Solarpark auf der Deponie, der mit seinen 770 Modulen ca. 380 Vier-Personenhaushalte versorgen kann, und das Feuerschiff. Modder bot an, angesichts wachsender Kosten für die Unterhaltung des Schiffs bei konkreten Projekten eine mögliche Landeshilfe auszuloten. „Noch schaffen wir eine schwache schwarze Null“, sagte Feuerschiff-Vereinsvorsitzender Klaus Kühl-Peters, „aber die Reserven sind weg“.