Land fördert Sprachförderung in den Kitas kräftig

Die Sprachförderung in den niedersächsischen Kindertagesstätten ist nach den Sommerferien alleine Sache der Erzieherinnen und Erzieher.
Die Städte und Gemeinden im Landkreis Leer erhalten 513 000 Euro, um Personal für die Sprachförderung an Kindertageseinrichtungen einzustellen und weiterzuqualifizieren. „Wir sichern damit die Übertragung der Sprachförderung auf die Kitas finanziell ab. Ich bin überzeugt, dass diese wichtige Aufgabe bei den hervorragend ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern im Landkreis Leer am besten aufgehoben ist“, sagt die SPD-Landtagsabgeordnete Johanne Modder (Bunde). Der Landkreis Emsland, den Hanne Modder als Abgeordnete für die SPD betreut, erhält etwas mehr als 981 000 Euro.

Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat die Verteilung der insgesamt 32,5 Millionen Euro bekannt gegeben, die das Land über das neue neue Kindertagesstätten-Gesetz (KitaG) für zusätzliches Personal und Weiterbildungen an den niedersächsischen Kitas bereitstellt.
Das Geld werde nun zunächst an die 54 Jugendamtsbezirke in Niedersachsen überwiesen und könne dann von den örtlichen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe abgerufen werden, so Modder. „Diese Träger können die Mittel anschließend auf Basis eines regionalen Sprachförderkonzeptes auf ihre Einrichtungen verteilen. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass die Mittel eingesetzt werden können, um Fachpersonal unbefristet einzustellen – damit erreichen wir eine größere Planungssicherheit für Kinder, Eltern sowie die Erzieherinnen und Erzieher“, sagt Modder. Zudem können bis zu 15 Prozent des Geldes für Fachberatung und Qualifizierung des bereits vorhandenen Personals verwendet werden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt aus Sicht der Abgeordneten: Grundschullehrerinnen und -lehrer werden durch das neue Gesetz nicht mehr in der Sprachförderung an den Kitas eingesetzt. Die dafür eingeplanten Stunden werden jetzt wieder an den Grundschulen gegeben, was die Personalsituation dort deutlich entspanne.