„VHS Leer für die Zukunft gut aufgestellt“

Bildunterschrift:  Gruppenbild vor der Haneburg (von links): Vorstandsvorsitzende Jörg Frech, sein Stellvertreter Hans Fricke, Hanne Modder, VHS-Leiter Detlev Maaß und Abteilungsleiterin Sabine Kasimir.. Bild: privat

Leer – Die Volkshochschule Leer (VHS) ist für die Zukunft gut aufgestellt und wird ihrer Aufgabe als großer Träger der Weiterbildung im Landkreis Leer gerecht, benötigt aber eine bessere finanzielle Grundausstattung. „Eine Erhöhung der Grundfinanzierung aller Volkshochschulen um acht Prozent ist derzeit im Gespräch, konnte aber nicht im Landeshaushalt untergebracht werden. Das bedauern wir und werden als SPD-Fraktion nicht lockerlassen“, sagte Hanne Modder bei einem Gespräch in der Haneburg, dem Sitz der Volkshochschule für den Landkreis Leer. Ihre Gesprächspartner waren VHS-Leiter Detlev Maaß, Fachbereichsleiterin Sabine Kasimir, Vorstandsvorsitzender Jörg Furch und sein Stellvertreter Hans Fricke.Ein Zukunftsthema sei die Digitalisierung. Maaß kündigte an, dass die VHS dort einen Schwerpunkt setzen wolle. Das begrüßte Modder genauso wie die Anstrengungen der VHS Leer bei der Projektförderung.  Als Beispiel nannte Kasimir ein Angebot für Quereinsteiger in Kindergärten. „Das kann man auch auf die Pflege ausdehnen und somit die Fachkräftemangel entgegenwirken“, so Kasimir. „Das nehme ich mit nach Hannover“ sagte Modder. 
Ein großer Teil der Volkshochschularbeit habe seit 2015 mit Flüchtlingen zu tun. „Seit zweieinhalb Jahren unterrichten wir pro Jahr 350 bis 500 Menschen mit Migrationshintergrund“, sagte Maaß. Das laufe nicht nur inhaltlich grundsätzlich gut, „wir haben auch noch nie ein Problem mit den Menschen gehabt. Das muss man auch einmal sagen“, meinte Maaß.
Maaß wies zudem auf das Jubiläum „100 Jahre VHS“ im nächsten Jahr hin. Dafür habe man auch ein paar Wünsche, sagte Maaß.. Zwar sei die Volkshochschule Leer in einem wunderschönen Gebäude untergebracht, aber man habe nicht genug Räume, die obendrein nicht immer den Ansprüchen an eine moderne Bildungsarbeit genügten. Zudem seien die Räume größtenteils nicht barrierefrei, was nicht nur schlecht für die VHS-Besucher sei, sondern auch ein Nachteil bei Förderanträgen bedeute. Maaß führt Rückgänge im „traditionellen Volkshochschulgeschäft“ auch darauf zurück. Das Jubiläum sei dennoch ein Grund zum Feiern und optimistisch in die Zukunft zu blicken. Zumal die VHS Leer zwei Jahre später ihren 75. Geburtstag feiern werde.