Auszeichnungen für plattdeutsche Schulen

Leer/Emsland  – Das Schulzentrum Collhusen ist von Kultusminister Grant Hendrik Tonne mit dem Titel „Plattdeutsche Schule“ ausgezeichnet worden. Die Schulen bekommen nicht nur eine Plakette für ihr Schulgebäude, sondern erhalten auch personelle Unterstützung bei der Pflege der plattdeutschen Sprache. Zudem hat die Möörkenschule in Leer ihr bereits 2013 erworbenes Zertifikat als „plattdeutsche Schule“ erneuert und damit die Plattdeutsch-Förderung weiterentwickelt. „Plattdeutsch gehört für mich zu Ostfriesland wie Tee und Kluntje, wie Ebbe und Flut, wie Wiesen und Weiden. Plattdeutsch steht für Heimat und Vielfalt zugleich. Daher unterstütze ich alle Bestrebungen, die plattdeutsche Sprache zu erhalten. Und spreche übrigens auch, so oft es geht, selber platt.“, freute sich die SPD-Landtagsabgeordnete Hanne Modder (Bunde).

Schulen mit dem Titel „Plattdeutsche Schule“ werden von ausgebildeten Beraterinnen und Beratern unterstützt, bieten Plattdeutsch im Regelunterricht und in Wahlpflichtfächern an, beteiligen sich an Lesewettbewerben, Theateraufführungen und öffentlichen Veranstaltungen. Minister Tonne bezeichnete die Regionalsprachen bei der Verleihung der Urkunden als „Schatz des Landes Niedersachsen“ und wies darauf hin, dass Mehrsprachigkeit sich positiv auf das Lernen auswirke.

Auch zwei Schulen aus dem Emsland dürfen künftig den Titel „Plattdeutsche Schule“ tragen: die Ludgerusschule in Rhede („Plattdütske Schaule“) und die Grundschule St. Johannes in Spahnharrenstätte („Plattdüütske School“).