Emder Hafenfirmen wollen digitalen Wandel mitgestalten

Gruppenbild im Emder Hafen mit (von links):  Matthias Arends, SPD-Landtagsabgeordneter, Mike Heuer (EVAG),  Torsten Schut (EVAG), Franziska Junker (EVAG), Manfred Feldmann (Anker), Manfred Müller (Anker) und Hanne Modder. Bild: Schröder
Emden – Die Betriebsräte der Emder Autoumschlagsfirmen Anker Schiffahrts-Gesellschaft und EVAG wollen den digitalen Wandel mitgestalten, bitten aber die Politik bei der tief greifenden Umstellung um Unterstützung. Das gaben sie Hanne Modder  und dem SPD-Landtagsabgeordneten Matthias Arends (Emden) bei einem Treffen im Anker-Firmengebäude mit auf den Weg. „Wir wollen dem drohenden Arbeitsplatzabbau vorbeugen, benötigen dabei aber die Hilfe der Politik“, meinte Anker-Betriebsratsvortsitzender Manfred Müller.

Die Arbeit von Anker und EVAG hängt zu einem großen Teil vom VW-Umschlag ab. Die kommende Elektromobilität, die auch das Emder VW-Werk in Zukunft prägen werde, könne dazu führen, dass insgesamt weniger Autos gebaut und damit auch umgeschlagen werden. Das sei der eine Effekt der Digitalisierung. Der andere zeige sich darin, dass auch der Umschlag zunehmend durch neue Technologien vereinfacht werde. Müller nannte das Schlagwort „autonomes Fahren: Wenn die Autos ferngesteuert in die Schiffe fahren können, benötigt man dazu keine Menschen mehr“, sagte er. „Das ist nicht in weiter Ferne, das kann uns in den nächsten fünf bis zehn Jahren treffen“, meinte EVAG-Betriebsratsvorsitzender Torsten Schut.
Hanne Modder und Matthias Arends unterstützen die Hafenfirmen auf jeden Fall dabei, über Tarifverträge die Arbeitsplätze zu sichern. Sie begrüßen daher die Aufklärungskampagne der Gewerkschaften mit dem Slogan „Digital muss sozial“.  Modder:  „Dass die Digitalisierung unsere Arbeitswelt völlig verändern wird, ist völlig unbestritten. Es werden Arbeitsplätze wegfallen und neue, andere müssen wieder hinzukommen .“ Das heiße auch, für den Standort Emden Werbung zu machen, der alleine durch seine Lage am Wasser und die große Zahl der Windenergieanlagen Standortvorteile beispielsweise bei den Überlegungen für den Bau einer Batteriefabrik habe. Das sei zusätzliche Arbeit, von der auch die Hafenfirmen profitieren können.