Berufsschulen: Budgetproblem wird gelöst

Hanne Modder und Schulleiter Torsten Janßen bei der Diskussion mit Schülerinnen und Schülern des 12. Jahrgangs der Berufsbildenden Schulen II in Leer. Bild: Schröder

Leer – Bei einem Besuch von Hanne Modder bei den Berufsbildenden Schulen II in Leer war eins der großen Themen das Budget, das für zusätzliches Personal und Fortbildungen benötigt wird und nach Ansicht von Schulleiter Tosten Janßen nicht ausreicht. Hanne Modder kündigte eine „zeitnahe Entscheidung“ an und sieht Zeichen für eine Lösung auf Landesebene. Modder: „Das Thema ist in der Landesregierung angekommen. Wir werden dafür sorgen, dass die Berufsschulen ihre so wichtige Arbeit vernünftig fortsetzen können“, sagte Modder. 

Anlass des Besuchs war die Woche der beruflichen Bildung. „Wir wollten damit ein Signal setzen, wie wichtig uns die Arbeit der Berufsschulen und der Träger der beruflichen Bildung ist“, sagte Modder. Weitere Themen waren die Arbeit der Berufsfachschulen, Sprachlernklassen und Zukunftsthemen wie E-Mobilität und Industrie 4.0. „Unser Anspruch ist, auf der Höhe der Zeit zu bleiben und die Schülerinnen und Schüler die bestmögliche Ausbildung zu bieten. Dafür müssen wir aber auch die Lehrkräfte fortbilden. Und genau dafür brauchen wir ein ausreichendes Budget“, so Janßen.

Vor dem Gespräch mit der Schulleitung hatte Hanne Modder mit 50 Schülerinnen und Schülern des 12. Jahrgangs der BBS II, der im nächsten Jahr Abitur macht, lebhaft diskutiert. Der Themenbogen reichte von der Europawahl, der Breitbandversorgung, einer gerechten Vermögensverteilung über die Freigabe von Cannabis (Modder: „Mit mir nicht!“)  bis zu lokalen Themen wie Bustransporte und die Parkplatzsituation an den BBS. Modder versprach, dass die Befreiung von den Fahrtkosten für ältere Schüler (Sekundarstufe II), nicht in Vergessenheit geraten sei, sondern wie im Koalitionsvertrag vereinbart, nach wie vor auf der Agenda stehe. Sie bat aber um etwas Geduld, weil der Koalitionsvertrag auf fünf Jahre angelegt sei.