Kritik der Grünen ist scheinheilig

SPD Fraktion Landtag Niedersachsen
Hannover/Bunde – Kein Verständnis hat Hanne Modder für die Äußerungen der Grünen-Abgeordneten Meta Janssen-Kucz zur Entscheidung von Umweltminister Olaf Lies, ein Angebot zum Wechsel in die Energie-und Wasserwirtschaft abzulehnen und weiter Umweltminister zu bleiben. Janssen-Kucz hatte sich in der Ostfriesen-Zeitung vom 6. August geäußert. „Olaf Lies hat sich die Entscheidung nicht einfach gemacht. Das Angebot war attraktiv und zeugt davon, welches Ansehen unser Minister Olaf Lies auch in Fachkreisen genießt. Olaf Lies vorzuwerfen, er habe sich für eine solch tief greifende Entscheidung  zu lange Zeit gelassen, ist schlicht lächerlich“, meint Modder. Die Reaktionen aus der Öffentlichkeit und der Partei zeigten auch, dass das Verhalten von Olaf Lies gelobt und positiv kommentiert wird – er gehe daher politisch gestärkt aus der Debatte hervor.

Modder wirft den Grünen zudem Scheinheiligkeit vor. Olaf Lies eine zu große Nähe zur Energiewirtschaft vorzuwerfen und dann gar nicht oder sehr verhalten („ich will das nicht schönreden“)  zu kommentieren, dass die Grünen-Bundestagsabgeordnete Kerstin Andreae diesen Posten beim Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft offenbar ohne Skrupel und Bedenkzeit annimmt, sei schon ein starkes Stück. „Der Versuch, in dieser Diskussion einen feinen Unterschied zwischen einem Landesministerposten und einem Bundestagsmandat zu machen, ist inhaltlich und politisch nicht zu halten. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen“, so Modder, die den fairen und vertrauensvollen Umgang zwischen SPD und Grünen während der Zeiten der rotgrünen Koalition in Hannover bislang immer gelobt hatte.