Polizei Leer will mehr Präsenz zeigen

Die SPD-Landtagsabgeordnete Hanne Modder erörterte die aktuelle Lage im Gespräch mit Johannes Lind, Leiter der Polizeiinspektion Leer/Emden (links), und Thomas Memering, Leiter des zentralen Kriminaldienstes. Bild: Schröder

Leer/Emden – Die Polizeiinspektion Leer/Emden will mit den zusätzlichen Stellen, die das Land schafft, „mehr Präsenz auf den Straßen“ zeigen Das sagte Polizeidirektor Johannes Lind bei einem Besuch der SPD-Landtagsabgeordneten Hanne Modder (Bunde). Es werde mehr so genannte Kontaktbeamte geben – also Polizistinnen und Polizisten, die zu Fuß oder per Fahrrad unterwegs und für die Menschen ansprechbar sind. „Damit haben wir dann ein wichtiges Ziel der Neueinstellungen durch unseren Innenminister Boris Pistorius erreicht“ freute sich Modder.

Landesweit werden jetzt und in den kommenden Jahren 2500 zusätzliche Stellen geschaffen. Die Polizeiinspektion Leer/Emden habe derzeit über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.Als Schwerpunkte der aktuellen Arbeit nannte Lind den Kampf gegen die Betäubungsmittelkriminalität – also Drogen – und auch Aktivitäten „zur Aufhellung von potenziellen Clanstrukturen“. Dabei machte er deutlich, dass es keinen auffälligen Zusammenhang zwischen Flüchtlingen und Kriminalität gebe.

Insgesamt sei die Entwicklung positiv: „Die Zahl der Straftaten ist in den vergangenen Jahren um 30 Prozent gesunken. Allerdings macht uns Sorgen, dass Brutalität und Gewalt zunehmen“, so Lind.

Besondere Anstrengungen unternehme die Polizeiinspektion auch bei der Bekämpfung der Kriminalität im Internet, der Cyberkriminalität. Durch Neueinstellungen und Organisationsänderungen werde man sich dieser Herausforderung stellen, so Lind.