„Strukturkonferenz Ost-Friesland wiederbeleben“

Ostfriesland – Hanne Modder will die Regionale Strukturkonferenz Ost-Friesland wiederbeleben. Im Zusammenhang mit den aktuellen Diskussionen um einen Ostfriesland-Plan sagte sie: „Die 1991 gegründete Strukturkonferenz Ost-Friesland hat zwar ihre Ziele nicht erreicht, hat aber bereits in zahlreichen Arbeitsgruppen wertvolle Vorarbeiten geleistet, an die wir jetzt anknüpfen können“, sagte Modder. Sie verwies zudem auf das Ostfriesland-Papier der ostfriesischen SPD, das wegen aktueller Entwicklungen zwar nicht abgeschlossen wurde, dessen vorliegende Inhalte aber ebenfalls in einen Ostfriesland-Plan einfließen könnten. „Wir fangen nicht bei null an. Ideen für eine stärkere Zusammenarbeit auf der ostfriesischen Halbinsel mit klaren Vorstellungen für die Zukunft gibt es schon lange – sie bekommen jetzt durch die Entwicklungen in der Windbranche und auch die technische Revolution in der Autoindustrie eine neue Aktualität“, sagte Modder.


Die SPD-Landtagsabgeordnete unterstützt den Vorschlag von Ministerpräsident Stephan Weil, möglichst alle Akteure vor Ort und die Gebietskörperschaften an einen Tisch zu holen. Dabei hob Modder die Bedeutung des Amtes für Regionale Landesentwicklung in Oldenburg hervor. Zudem müssten auf jeden Fall die Gewerkschaften vor Ort, die Industrie- und Handelskammer sowie die Landräte eingebunden werden.  Aktuell gehe es darum, möglichst schnell den von der Krise der Windbranche betroffenen Menschen zu helfen und neue Perspektiven aufzuzeigen. „Ein Ostfriesland-Plan muss aber deutlich über die aktuellen Probleme hinausgehen“, so Modder. 
Nach Ansicht von Modder ist die Zukunft Ostfrieslands mit der Zukunft der erneuerbaren Energien verknüpft. „Wir müssen endlich ernst machen mit der Energiewende. Dafür setzen sich Ministerpräsident Stephan Weil und unser Umwelt- und Energieminister Olaf Lies derzeit in Berlin ein“, so Modder. Die SPD werde in Niedersachsen einen Mindestabstand von 1000 Metern von Windrädern zu Wohnbebauung nicht akzeptieren. Man werde auf Bundesebene dafür kämpfen, dass die Regelung fällt, zumindest aber den Ländern die Möglichkeit gegeben wird, eigene Regelungen zu finden. 
Ostfriesland habe auf jeden Fall eine große Zukunft. Aktuelle Untersuchungen zeigten, dass eine konsequente Klimaschutzpolitik gerade in den Branchen, die sich mit der Energieproduktion und -versorgung beschäftigen, Arbeitsplätze schafft. „Das ist eine großartige Chance, die wir Ostfriesen aber auch nutzen müssen“, so Modder.