Weener Plastik: Im Werkzeugbau weiter ausbilden!

Weener – Hanne Modder hat kein Verständnis für die Entscheidung der Unternehmensführung von Weener Plastik, die Ausbildung in der Abteilung Werkzeugbau einzustellen. „Zwar handelt es sich nur um drei Ausbildungsplätze, aber der Werkzeugbau spielt eine besondere Rolle für den Standort Weener. Wir fordern die Unternehmensleitung daher auf, die Entscheidung zurückzunehmen und unterstützen den Betriebsrat und die IG Metall in jeder Hinsicht“, meinte Modder.

Im Werkzeugbau werden die Formen für die Produktion von Kunststoffprodukten für die Unternehmen der ganzen Weener-Plastik-Gruppe hergestellt. „Der Werkzeugbau ist ein besonderes Merkmal des Standorts Weener. Auch wenn der Markt derzeit schwächelt, kann das kein Grund sein, auf Auszubildende zu verzichten. Denn sie sind die Zukunft des Betriebs“, so Modder.
Die Befürchtungen der SPD im Kreis Leer, die im August vergangenen Jahres den Betriebsrat und das Unternehmen besucht hatte, scheinen sich zu bestätigen. Zwar hatte es dabei durchaus die Hoffnung gegeben, dass Weener Plastik mit innovativen Produkten eine Zukunft hat. „Wir haben aber nicht das Gefühl, dass die Investorengruppe 3i, der Weener Plastik gehört, die großen Sorgen der Belegschaft und aller Menschen in der Region ernst nimmt“, hieß es damals in einer Pressemitteilung von Modder und der SPD-Keisvorsitzenden Anja Troff-Schaffarzyk. Modder hatte dabei auch Gespräche mit dem niedersächsischen Wirtschaftsministerium vermittelt, um das Unternehmen bei der künftigen Entwicklung zu unterstützen.
Für die Beschäftigten ist die Entscheidung der Unternehmensleitung auch deshalb enttäuschend und besorgniserregend, weil man im vergangenen Jahr nach langen Verhandlungen einem Stellenabbau von 450 auf etwas mehr als 400 Arbeitsplätze zugestimmt habe, um den Standort Weener zu sichern. „Wir verlangen eine Erklärung der Unternehmensleitung“ so Modder.