Meyer-Werft:  Modder unterstützt Betriebsrat und Belegschaft

Die Überführung eines Kreuzfahrtschiffs der Papenburger Meyer-Werft auf der Ems. Bild: Schröder
Papenburg/Leer – Die SPD-Landtagsabgeordnete Hanne Modder (Bunde) unterstützt den Betriebsrat und die Belegschaft im Kampf um den Erhalt der Arbeitsplätze bei der Papenburger Meyer-Werft. „In dieser kritischen Situation stehen wir natürlich an der Seite des Betriebsrates und der Belegschaft“, sagte Modder. Die Landtagsabgeordnete, die gleichzeitig SPD-Bezirksvorsitzende ist, äußerte sich zu den aktuellen Plänen der Meyer-Geschäftsführung, 600 Arbeitsplätze abzubauen. Weitere 300 Arbeitsplätze sollen abgebaut werden, wenn die Belegschaft geplante Einsparungen ablehne.

„Wir haben als SPD immer darauf gedrungen, dass Betriebsrat und Geschäftsführung auf Augenhöhe verhandeln – solche Androhungen sind aber keine Basis für Gespräche, zumal die Geschäftsleitung immer wieder betont hat, dass sie möglichst viele Arbeitsplätze erhalten möchte. Auch werden allein durch diese Verlautbarungen der Geschäftsleitung viele Fragen aufgeworfen, auf die Antworten gegeben werden müssen. Über einen welchen Zeitraum ist der Stellenabbau angedacht? Warum 200 Mehrarbeitsstunden ohne Bezahlung und in welchem Zeitraum? Welche Angebote kann man den Kolleginnen und Kollegen bezüglich Altersteilzeit oder Qualifizierung machen? Können damit auch betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen werden und und und und?“, so Modder. Sie wiederholt die SPD-Forderung, dass die Zahl der Werkverträge auf das notwendige Maß reduziert werden müsse, um die Stammbelegschaft zu halten. „Es ist doch völlig klar, dass die Belegschaft kein Vertrauen mehr hat, wenn angesichts der derzeitigen Krise ein Unternehmensberater die Werft umstrukturieren soll und die Belegschaft darüber im Unklaren gelassen wird. Die immer noch andauernde Corona-Pandemie hat die Meyer-Werft unverschuldet in eine sehr schwere Krise gestürzt. Nun jetzt gilt es doch gemeinsam an intelligenten Lösungen zu arbeiten, um den Werftstandort zu sichern und möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten. Die jetzige Situation ist für die Kolleginnen und Kollegen und deren Familien unerträglich“, so Modder abschließend.