„Brauchen stärkere Anstrengungen bei der Inklusion“

Vor dem Gebäude der Lebenshilfe in Leer (von links): Geschäftsführer Erwin Koops, Hanne Modder und Lebenshilfe-Vorstandsmitglied Frank Schüür. Bild: Schröder

Leer – Die Lebenshilfe Leer möchte mehr Menschen mit Behinderung außerhalb der eigenen Werkstätten beschäftigen. „Wir wollen uns mehr öffnen“, sagte Geschäftsführer Erwin Koops beim Besuch der SPD-Landtagsabgeordneten Hanne Modder (Bunde). Modder begrüßte es, dass die Lebenshilfe dabei auch den ersten Arbeitsmarkt für Menschen mit Behinderungen noch stärker in den Blick nehmen will.

Derzeit beschäftigt die Lebenshilfe Leer 390 Männer und Frauen in ihren Werkstätten. 50 sind in der beruflichen Bildung. Aktuell haben 39 Beschäftigte einen Arbeitsplatz außerhalb der Werkstätten. Koops verwies auf die Aktion „Werk 5 A“, mit der bei Arbeitgebern, aber auch bei den Menschen mit Handicap darum geworben wird, auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Die Lebenshilfe unterstützt und berät Arbeitgeber und Arbeitnehmer dabei. „Ich kann mir vorstellen, dass vor allem bei kommunalen Arbeitgebern mehr möglich ist“, meinte Modder.
Weitere Themen waren das Projekt „Sport für alle“, mit dem der Kreissportbund inklusive Sportangebote machen und gemischte Mannschaften in allen möglichen Sportarten bilden will, sowie „Wohnen im Alter“ für Menschen mit Behinderung. „Wir haben dafür erste Ideen entwickelt, um den Menschen nach ihrem Arbeitsleben tagsüber eine Struktur zu geben“, berichtete Erwin Koops. Modder will hierzu Kontakt mit dem Sozialministerium aufnehmen, um Fördermöglichkeiten auszuloten. „Auf jeden Fall ist das ein guter Ansatz, für den ich gerne werbe“, sagte die Abgeordnete.