Diskussion um CDU-Frauenquote: Unverständnis bei der SPD

Leer – Mit Unverständnis reagieren die SPD-Bundestagsabgeordnete Anja Troff-Schaffarzyk (Uplengen) und die SPD-Landtagsabgeordnete Hanne Modder (Bunde) auf die Kritik der CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann an den Plänen von Parteichef Friedrich März, eine Frauenquote in der CDU einzuführen.

„Frau Connemann hält den Zeitpunkt der Diskussion um die Frauenquote für unpassend. Da fragen wir: Wann ist denn der richtige Zeitpunkt, um mehr Frauen in der Politik in Verantwortung zu bringen? Solche Argumente kennen wir seit Jahrzehnten und eigentlich nur von Männern“, meinen Troff-Schaffarzyk und Modder. „Es ist ein Schlag ins Gesicht für alle politisch engagierten Frauen in der Union, wenn sich Gitta Connemann gegen eine faire Quotierung von Geschlechtern ausspricht.“ Connemann stelle sich damit gegen die eigene Frauen-Union. Es sei zudem traurig, dass die CDU-Bundestagsabgeordnete das Thema mit dem Ukraine-Krieg und dem Preisanstieg von Lebensmitteln vermenge. Das zeige, welchen Stellenwert Geschlechtergerechtigkeit bei Connemann habe, heißt es in der Pressemitteilung der beiden SPD-Frauen. „Wir sind überzeugt davon, dass bessere Politik gemacht wird, wenn man auch Frauen eine faire Chance gibt, Ämter und Mandate zu erlangen. Die Quote hilft dabei“, so Troff-Schaffarzyk und Modder.